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„Battle Ballads“ ist bereits im April erschienen. Da es sich aber gerade aufgrund des Releases des Best Of anbietet und von uns auch noch nicht mit einer Review bedacht wurde, die Platte es aber einfach verdient hat, weil sie ein Bänger ist, schließe ich das gleich mal an.
Mit einem kann ich gleich zu Beginn schon aufräumen. Wer aufgrund des Titels auf verträumte Balladen hofft, kann diese Träume getrost beerdigen. „Battle Ballads“ ist von Anfang bis Ende eine treibende, epische Reise mit den Nordmännern von den Faröer Inseln.

Mit Hammerschlägen nimmt uns der Opener „Hammered“ gleich mit Volldampf mit. Auffällig ist gleich zu Beginn, dass das ganze eine wenig gradliniger verläuft. Zwar baut man hier Synkopen beim Gesang ein, die stramm gegen den Rhythmus arbeiten, ganz so progressiv wie auf alten Alben ist das aber nicht. „Unwandered Ways“ und „Dragons Never Die“ sind fast schon fröhliche „Gerade auf die Fresse“ Nummern, die Hooks knallen und fließen harmonisch über einen hinweg, während „Row“ wieder agressiver und dunkler aus den Lautsprechern klingt.
Folkig und deutlich zurückgenommen ist das folgende „Torkils Døtur“, das ab der Häfte mit Orchestereinsatz noch einmal an der Epicness- Schraube dreht. 
"Battle Ballads" macht von der ersten Minute Spaß. Das liegt zum einen daran, das wir ausgesprochene Gute- Laune- Tracks haben, zum anderen aber auch daran, das Týr trotz der Geradlinigkeit und Zugänglichkeit ihre DNA nicht verlieren. Das Songwriting ist immer noch progressiv und einzigartig.

Týr ist eine Band, die musikalisch seit Jahren ihr eigenes Ding machen. Und das ganz hervorragend. Während in den letzten Jahren viel Musik erscheint, die austauschbar klingt, gehen Týr unbeirrt ihren einzigartigen, genreübergreifenden Weg. Was macht sie denn aber so besonders? Zum einen ist da die unverwechselbare Stimme und der Stil von Fronter Heri Joensen. Zum anderen die Tatsache, durch das Spiel von Rhythmik,Strukturen und Harmonien der Musik noch andere Ebenen zu verleihen als es stumpfes Geholze tut.
„Battle Ballads“ geht, und das ist mein einziger Kritikpunkt, im letzten Drittel ein wenig die Puste aus, was aber nicht heißt, das wir hier nur noch Filler vorfinden, und liefert insgesamt auf angenehmen 41 Minuten ordentlich ab.

Kategorie

V.Ö.

12. April 2024

Label

Metal Blade Records

Spielzeit

41:35

Tracklist

1. Hammered
2. Unwandered Ways
3. Dragons Never Die
4. Row
5. Torkils Døtur
6. Vælkomnir Føroyingar
7. Hangman
8. Axes
9. Battle Ballad
10. Causa Latronum Normannorum

Line Up

Heri Joensen - Vocals, Gitarre
Hans Hammer - Lead Gitarre
Gunnar Thomsen - Bass
Tadeusz Rieckmann - Schlagzeug

Bewertung

1

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