Reload Festival 2016

  • Datum: 26.08.2016 (Fr) - 27.08.2016 (Sa)
  • Ort: Sulingen
  • Besucher: 7.000
  • Tickets: 69€+VVK
Reload Festival 2016

Reload, Fuck Yeah!

Im 50 Kilometer von Bremen entfernten Sulingen fand vom 25.08.-27.08.2016 das Reload Fetsival statt. Bereits am 25.08.2016 konnten die Fans sich durch ein grandioses Warm-Up Programm auf die folgenden Tage einstimmen lassen. Nach unserer Anreise am 26.08.2016 und einem reibungslosen und freundlichen Check-In empfing uns eine höllenartige Hitze auf dem Stoppelfeld des Campgrounds. Für Abkühlung sorgte nicht nur das obligatorische Festivalbier, sondern auch das örtliche Schwimmbad, wo viele Festivalbesucher sich im kühlen Nass oder bei einem Eis im Schatten die Zeit vertrieben. So füllte sich erst gegen frühen Abend auf das Fetsivalgelände mit den Musikhungrigen.

Für eine kleine Erfrischungen auf dem Festivalgelände zwischendurch sorgte die örtliche Feuerwehr mit ihren Schläuchen. Die ersten Reihen vor der Bühne wurden von den Feuerwehrkameraden stets gewässert. Das Stagegelände selbt war sehr übersichtlich gestaltet. Für das leibliche Wohl war durch eine große Auswahl an verschiedenen Essensständen, Bier und Cocktails gesorgt. Rund 10.000 Besucher zählte das Festival, welche sich gut auf dem Gelände und vor der Bühne verteilten, sodass man immer die Chance hatte sich die Bands auch aus den vorderen Reihen anzuschauen. Alles in allem empfanden wir die Größe und die Atmosphäre auf dem Reload als entspannt und sehr angenehm. Freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter, saubere Sanitäranlagen und ein guter Bühnensound, sehr empfehlenswert - wir kommen gerne wieder! Der Ticketpreis von 89,00 Euro ist bei diesem Angebot an Bands gerechtfertigt und fair. Bereits jetzt wurden für das Jahr 2017 Bands wie Amon Amarth, Caliban, Betontod und Whitchapel bestätigt.

Als erstes zogen wir uns Emil Bulls rein. Die Affenhitze war genauso brutal wie die gute Stimmung, die die Jungs verbreitet haben. Waren mir Emil Bulls vor allem als recht poppige Nu Metal bekannt, war ich doch von dem harten Sound und den ausgefallenen neuen Songs beeindruckt. Danach betraten Fear Factory die Bühne. Gut gelaunt und mit glasklarem Sound knüppelten sich die 4 Männer aus Los Angeles durch ihr Set. Ein satter Sound fuhr direkt in die Magengegend.  Ihre Hits wie Self Bios Resistor, Shock und Edgecrusher hatten die Jungs natürlich im Gepäck. Frontmann Burton C. Bell war erstaunlich gut bei Stimme und heizte dem dankbaren Publikum ordentlich ein. Für uns waren Fear Factory das persönliche Highlight und ein Grund die Jungs mal wieder in einem Club anzugucken.

Die melodischen Deathmetaller aus Schweden, Arch Enemy, kamen hiernach. Sie überzeugten nicht nur durch das perfekte Zusammenspiel von Michael Amott und Jeff Loomis. Die durch Alissa White-Gluz vorgetragenen Growls und Shouts waren überragend. Auch ältere Songs, wie Nemesis, liegen der Kanadierin. Weniger melodisch, dafür umso härter und grooviger ging es dann bei den Hardcore-Legenden von Hatebreed zu. Mit ihrem Klassiker "Destroy everything" betraten die Jungs aus New York die Bühne und schwangen somit gleich eine gefühlte Abrissbirne durch das Publikum. Jamey Jasta zeigte sich von seiner besten Seite und präsentierte eine Show die jedes Hardcoreherz höher schlagen ließ. Moshpits und Circlepits waren die Antwort des Publikums auf die mächtige Show.

Die nächste Nu Metal Formation war Limp Bizkit. Eröffnet wurde das Konzert von Limp Bizkit mit dem Klassiker Rollin', welcher das Publikum ordentlich auf die darauffolgende Show einstimmte. Zurückkatapultiert in das Jahr 2000 wurden die Fans durch Songs wie Nookie, Hot Dog, My Generation und Livin' it up. Frontmann Fred Durst wurde durch Zuschauerchöre unterstützt und das gesamte Festivalgelände bebte.

Der Promillehöhepunkt  am Samstag wurde schließlich bei „Die Kassierer“ erreicht. Die Punkrock-Jungs aus dem Ruhrpott sind natürlich ein Klassiker, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Mit ihren Hits wie "Blumenkohl am Pillermann, Mach die Titten frei denn ich will wichsen und Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist" hielten sie das Publikum bei Laune. Begleitet von witzigen Wortspielen zwischen dem Sänger "Wöfli" und seinen Kollegen krönte dieser den Auftritt standartgemäß mit einem Striptease. Die Menge gröhlte und die Stimmung war ausgelassen.

Den Abschluss machten die Amerikaner von Five finger death punch, die mit einem überragenden Sound und einer unglaublichen Show überzeugen konnten. Ruhig wurde es mit ihrem Song „Bad Company“, doch mit umso mehr Getöse verließen Sie als Abschluss des Festivals die Bühne. Mit dem wortwörtlichen Knall ging das Festival zu Ende. Es gewitterte und donnerte!

Was bleibt? Ein tolles Festival, dass zwar aufgrund der Wetterlage nah am Kreislaufkollaps war, aber durch Atmosphäre und Billing überzeugen konnte. Nächstes Jahr wieder!

Bericht von Sina Hußmann & Marcelo Vasquez Rocha

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