ROCKHARZ 2013

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ROCKHARZ 2013 Bilder

 

Freitag, 12. Juli 2013

Eigentlich ist der Kollege Ossowski ja der Fachmann für östlichen Polka-Metal im Allgemeinen und für ARKONA im Besonderen, aber da der gerade in Belgien der Schokolade beim Schmelzen zusieht, musste ich ran. Allerdings muss ich gestehen, dass ich zu den Russen eigentlich nur sagen kann, dass sich anwesende Fans der Band recht positiv zum Auftritt der Rumpeltruppe äußerten. Ich zog es dann allerdings irgendwann vor mir mal die Stände des Infields genauer zu betrachten und die Folk-Metaller vor sich hin rumpeln zu lassen. Eigentlich mag ich Polka auch nur in der Alf-Folge, als sich der sympathische Außerirdische der polnischen Kultur annimmt.

ThorstenIMG 8690 (3)Die Niederländer von DELAIN standen um 16.15 Uhr auf dem Programm. Die Truppe um Frontfrau Charlotte Wessels war mir vor einigen Jahren als Opener des Mera Luna in positiver Erinnerung geblieben. Leider konnte man in der Konserve nie wieder an die Leistungen des Debüts heranreichen, auch wenn man mit „We Are The Others“ 2012 ein recht ordentliches Album abgeliefert hatte. Letztlich blieb „The Gathering“ aber auch das Highlight des Sets, welches schließlich mit „We Are The Others“ nach 45 Minuten abgeschlossen wurde. Eine engagierte, motivierte Band sorgte zwar bei den versammelten Fans für gute Laune, fungierte aber für den Großteil der Rockharzer eher als angenehme Hintergrundbeschallung zum Nachmittagsbier.

ThorstenIMG 8690 (8)Der Name MOONSPELL ruft bei mir immer Erinnerungen an eine große Schüssel Schokoladenpudding hervor. Selbige war vom damaligen No Compromise Kollegen Stoffregen während der CD-Release Show zum „Irreligious“ Album in Dortmund verputzt worden. Fast 20 Jahre sind seither die vergangen und mittlerweile hat Sänger Fernando Ribeiro sich bei SIDO die gruselige Gesichtsmaske geliehen. Derart getarnt, powerten sich die Dark Metaller durch ihren Opener „Axis Mundi“. Da ich schon damals nicht genug Fan der Band war, um eins von Kollege Hübners designten und gedruckten, streng limitierten Moonspell Shirts zu erstehen, rauschten die düsteren Jungs auch in Ballenstedt eher an mir vorbei – aber das haben sie gut gemacht. Und „Opium“ habe ich dann sogar nach 20 Jahren Moonspell-Abstinenz noch wiedererkannt. Es folgten Songs wie „Vampiria“ und „Full Moon Madness“. Na ja, den von der Sonne geröteten Fans vor der Rock Stage hat es jedenfalls gefallen!

Die Schotten von ALESTORM betraten rechtzeitig zur Feierabend-Cola die Bühne, um dem angereisten Volk ihren hochprozentigen Piratenmetal um die Hakenhand zu ballern. Sänger Christopher Bowes machte wie immer eine ausgesprochen gute Figur. Immerhin strafte er alle die Lügen, die noch immer behaupten, das mobile Keyboard sei Thomas Anders und Jörn Uwe Fahrenkrog-Petersen vorbehalten – zumal Bowes auch mit getunter Isobox auf dem Kopf noch eine gute Figur machte. Für ordentlich Rabatz sorgte auch der quirlige Daniel Evans. Zugegeben, auf den ersten Blick könnte man ihn auch für das exotische Ergebnis einer heißen Nacht von Alf und einem willigen Ewok-Mädel halten, aber zum Spirituosenmetal der Schotten passte er wie der Popo auf den Bottich. Mit Songs wie „Back through Time“ „Captain Morgan’s Revenge“, dem obligatorischen „Wolves of the Sea“ oder „Wenches and Mead” wurden die zahlreichen Fans vor der Bühne mehr als amtlich abgefüllt, so dass man um Zwanzig vor Sieben vornehmlich zufriedene Gesichter hinfort schleichen sah.

DARK TRANQUILLITY haben auch gespielt, aber da ich die heute noch genauso uninteressant finde wie früher, habe ich auf den Auftritt der Herren verzichtet. Eins konnte man aber auch aus der Ferne feststellen, die Schweden wirkten eher dark als tranquil, aber das war wohl auch so gewollt. Letztlich konnten die Jungs nicht so viele Fans begeistern wie es wohl ihre ehemaligen Pausenhofkameraden von In Flames vermocht hätten, aber die Anhänger der Göteborger Schule dürften nach dieser Schulinspektion trotzdem zufrieden gewesen sein.

„Extreme Power Metal“ stand für 19.35 Uhr auf dem Plan, als die Briten von DRAGONFORCE die Dark Stage erklommen. Zwar hat die Band um Gitarrengenie Herman Lie auch einige gutklassige Songs im Gepäck, dennoch schien man sich in meinem Umfeld vor der Show weitgehend einig zu sein, dass die Band zu langweilig sei. Ich wollte mit die Truppe dennoch ansehen, allein schon um zu überprüfen, ob sich Herman nicht vielleicht doch mal verspielt. Dies schien nicht der Fall gewesen zu sein, aber der hat die Finger eh so schnell bewegt, dass ich da mit meinen entzündeten Kinderaugen gar nicht folgen konnte. Auch Sänger Marc Hudson machte seine Sache gut und stieß mitunter Schreie aus, die für gewöhnlich nur Fledermäuse hören können. Auch wenn die Band vielleicht aus songwriterischer Sicht nicht in den Überschallbereich vordringt, so ist die Verbindung aus metallischen Posen und Hochgeschwindigkeitsshreds doch sehenswert. Der musikalische Kaiserschnitt von der Insel sorgte auf jeden Fall auch vor der Bühne für jede Menge Bewegung.

Schließlich wurde es Zeit für eine Verschnaufpause und ELUVEITIE mussten ohne uns die Bühne rocken. Ich finde den Folk-Metal der Schweizer zwar nicht unattraktiv, musste aber für ICED EARTH Kräfte sammeln. Zu diesem Zwecke wurden die verschiedenen Angebote auf dem Platz mal unter die Lupe genommen. Hin und her gerissen, entschied ich mich gegen das Knobi-Brot und wir steuerten den Grill-Stand an. Steak-Burger und Buletten-Burger standen auf der Speisekarte, wobei die Bulette eher unlecker war und ich mich doch eher für die Steakvariante hätte entscheiden sollen. So oder so, jedoch ein eher zweifelhaftes kulinarisches Vergnügen. Die Getränkepreise waren zwar mit 2.70 Euro für eine Cola handelsüblich, dennoch war ich beim Kassensturz überrascht, wie viel Kohle man als Nichttrinker an einem warmen Tag auf so einem Festivalgelände lassen kann. Nun ja, größtes Manko war wohl, dass es wieder keinen Haribo-Stand gab.

ThorstenIMG 8690 (23)Gegen halb Zehn war es dann Zeit für die Amis von ICED EARTH. Amtlich eingekleidet mit Jeans-Leder-Kombis von Toxic Vision enterten Schaffer & Co die Rock Stage und feuerten gleich ordentlich in die Menge. Ich habe die Band zwar schon einige Male gesehen, aber – glaube ich – noch nie ohne Barlow. Mit dem ehemaligen INTO ETERNITY Shouter Stu Block hat Schaffer ja seit 2011 einen amtlichen Metalfrontman an Bord. Block sauste auch wie ein Wilder über die Bühne und lieferte einen wirklich guten Job ab. Mit Songs wie „Dystopia“, „Anthem“, „V“ und „Boiling Point“ wurden gleich vier Songs des aktuellen Albums gespielt. Doch auch die Fans der älteren Stücke kamen auf ihre Kosten, denn mit „Dark Saga“, „I Died For You“ oder dem grandiosen „Watching over me“ hatte man eine ganze Reihe hochkarätiger Oldies in der Playlist. Mit „Pure Evil“ – für mich einer der stärksten Songs der Show – wurde sogar die „Stormrider“-Ära bedacht. Neben der gelungenen Songauswahl und dem agilen Frontmann konnte die Band vor allem durch eine grandiose Lichtshow punkten. Alles in allem bereiteten die Amis den nachfolgenden ACCEPT einen fruchtbaden Acker, so dass diese nur noch die Ernte einfahren mussten.

Während des Rockharz 2013 fand ich doch tatsächlich auch Futter für meine Verschwörungstheorien. Denn bei ACCEPT steht bekanntlich ein Glatze-tragender Wolf Hoffmann nicht nur an der Gitarre, sondern auch im Rampenlicht. Eben dieser, mit einem übergroßen Ego ausgestattete Metalklampfer hatte Ende der 90er mal herablassend verkündet, dass der Heavy Metal tot sei und es in dieser Musik nichts mehr zu sagen gäbe. Ähnliches hatte ja bereits „Metal God“ Rob Halford verlauten lassen, bevor er merkte, dass es mit Metal Musik doch mehr Geld zu verdienen gibt als ohne. Und schließlich hatte sich auch Michael Kiske mal abfällig in diese Richtung geäußert – jetzt ist er bekanntlich mit AVANTASIA, UNISONIC & Co wieder im Geschäft. Was haben diese drei Herren gemeinsam? Genau, die Frisur. Also…Nacktigal, ich hör dir trapsen!

Doch zurück zum Thema: Anno 2013 scheint Hoffmann den Metal ja wieder für sich entdeckt zu haben, zumindest post der Gute in bester 80er Manier auf der Bühne herum. Und letztlich wollen wir es ja auch so sehen. Unterstützung bekommt er von seinem langjährigen Weggefährten Peter Baltes, von Pappa-VICTORY Herman Frank und von Karlheinz „Kalle“ Grabowski… ach nein, es ist Mark Tornillo, der sich da die einzelnen Verse aus den Rippen presst. „Hung, Drawn & Quartered“, „Hellfire“, „Shadow Soldiers“ und „Stalingrad“ müssen als Vorzeigesongs des jüngsten Albums herhalten, während das 2010er Comeback-Album mit „Bucket full of hate“, „Teutonic Terror“ und „Pandemic“ bedacht wurde. Statt das grandiose „London Leatherboys“ zu spielen, entschied man sich leider für das schwächere „Losers and Winners“ und natürlich für den Titelsong „Balls to the Wall“. „Metal Heart“ und „Princess of the Dawn“ durften natürlich nicht fehlen. Und während ich „Bulletproof“ vom „Objection Overruled“ Album nicht schlecht finde, wären mir doch der schnelle Titelsong oder des Groovemonster „I don’t wanna be like you“ lieber gewesen. Ein Hghlight war auf jeden Fall „Fast as a Shark“.

ACCEPT haben zu jeder Sekunde gezeigt, dass sie Kinder der 80er sind und entsprechend wurde auf der Bühne gepost und gebangt, die Lichtshow unterstützte das Ganze hervorragend. Ich hatte die Band das letzte Mal bei einer Reunion-Show in Wacken gesehen und davor ein paar Mal auf der Abschiedstour mit Udo Dirkschneider. Trotz aller Zweifel muss man den Herren attestieren, dass sie ein echtes Metalfeuerwerk abgeliefert haben und dass es Spaß gemacht hat, der Band zuzusehen.

 

Samstag, 13 Juli

Frisch gebadet und ausgeschlafen trafen wir gegen Mittag wieder in Ballenstedt ein. Aufgrund der Tatsache, dass MUSTASCH noch andere Verpflichtungen hatten oder einfach zeitig in die Falle mussten, hatten sie ihren Slot mit den Osterodern DARK AT DAWN getauscht. Die frisch reformierte Kapelle betrat somit um 14.45 Uhr die Rock Stage. Vor dieser hatte sich eine beträchtliche Menge Metaljünger versammelt, um den Herren in der prallen Nachmittagssonnezu lauschen. Ganz wie es sich gehört, kehrten DARK AT DAWN mit dieser Show dorthin zurück, wo 2009 alles endete – auch wenn das Rockharz damals noch nicht in Ballenstedt gastierte. Das bewährte Line-Up der Erfolgsjahre trat an, um bei den Freunden des episch-theatralischen Heavy Metal für Nackenschmerzen zu sorgen. Erstaunlich, dass Fronter Buddy Kohlrausch – der bekanntlich nicht unwesentlich an der Organisation des Rockharz beteiligt ist – den Kopf frei hat, um selber die Bretter zu erklimmen. Während Gitarrist Matthias Majkowski optisch nach wie vor eher in eine Xy-Core Band passen würde, schwang der Alexander Hold der Metalszene, Florian Schröder, seine zurückgezüchtete Mähne in der Nachmittagssonne. Es hat Spaß gemacht die Jungs mal wieder zu sehen und dieser Meinung waren scheinbar auch die Fans vor der Bühne, die den Osterodern einen herzlichen Empfang bereitet haben.

DR. LIVING DEAD wurden nur aus dem Augenwinkel aus sicherer Entfernung beäugt – zu gruselig waren die Totenkopfmasken der schwedischen „Thrashcoreler aus und mit Leidenschaft“. – wie der Kollege Trillmich die Band bezeichnete.

Zur besten Kaffeezeit waren dann die Stimmbänder von VAN CANTO gefragt. Kurzes Warmsingen, während vor der Bühne bereits die Köpfe qualmten. Unüberschaubar war das Heer der Metalheads, die sich den „Hero Metal A Capella“ der Rheinländer nicht entgehen lassen wollten. Und die Damen und Herren hielten mal wieder was sie versprochen bzw. was sich die Fans erhofft hatten. Das Set war eine bunte Mischung aus eigenen Songs und Coverversionen und die feierfreudige Menge bangte erfreut zu Songs wie „Fear of the Dark“, „Rebellion“, Wishmaster“ oder „To Sing a Metal Song“ ab. Die große Zahl der Fans zeigte, dass nicht nur ich den Auftritt der Band zu den Highlights des Festivals zählte und dass eine spätere Spielzeit durchaus gerechtfertigt gewesen wäre.

Nach der geballten Stimmgewalt von VAN CANTO brauchten wir erstmal wieder eine Verschnaufpause. Doch was die Jungs aus Karlskrona da auf der Dark Stage abfeuerten, war Punk’n’Roll vom allerfeinsten und bestens geeignet, um sich bei einem Erfrischungsgetränk zu erholen. THE BONES feuerten ohrenscheinlich aus allen Rohren und lieferten offensichtlich ein fettes Set ab. Nächstes Mal bin ich sicher vor der Bühne. Versprochen.

Wenn eine Band mit „Zombie Attack“ ins Set einsteigt und anschließend sofort „The Morning After“ vom Stapel lässt, kann ja eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Die Frankfurter Biermetaller gehörten für mich zu den besten Bands des Festivals und Sänger Gerre tobte wie ein Irrer über die Bühne – und das obwohl ihm Wolle offenbar zumindest Teile des Bauches, den Gerre beim Rockharz Anno Dazumal in die Menge geworfen hatte, wiedergegeben hatte. Aber auch Basser Frank und Sechsaiter Andreas lieferten ein beachtliches Laufpensum ab. TANKARD haben nun wahrlich genügend bühnentaugliche Party-Metal-Thrash-Granaten im Petto, doch aufgrund der begrenzten Spielzahl von nur 45 Minuten musste eine Auswahl getroffen werden. Mit „Rules for Fools“, „Not One Day Dead“, „Rectifier“ und „A Girl Called Cerveza“ wurde vor allem der jüngeren Bandgeschichte gehuldigt, bevor nach „Freibier“ und dem obligatorischen „Empty Tankard“ schon wieder alles vorbei war. Einziger Kritikpunkt blieb für mich somit, dass kein Song des legendären „Meaning of Life“ Albums gespielt wurde. Aber wo sollte man hier anfangen, schließlich hätte ich auch gerne „Alien“, „Poison“, „Maniac Forces“ oder „Live to Dive“ gehört. Immerhin gab es mit „Chemical Invasion“ noch einen Song aus der guten alten Zeit. Während Sänger Gerre stellenweise als Grimassendouble für Vorabend-Dokusoap-Choleriker Detlef hätte einspringen können, wird es wohl bis in alle Ewigkeit ein ungelöstes Geheimnis bleiben, was gegen Mitte der Show mit Gerres Gürtel passierte.

ENSIFERUM, JBO und EISBRECHER mussten leider wieder ohne uns auskommen. Man muss sich ja auch mal irgendwo hinsetzen. JBO nerven mich ohnehin seit Jahr und Tag und EISBRECHER vermittelten eher den Eindruck, dass ich mich schon auf dem Mera Luna Open Air befände – nur eben ohne die leichtbekleideten Gothic-Tussen. Also vorspulen bis auf 22:00 – da war die Zeit für AVANTASIA gekommen.

Ich hatte etwas Sorge, dass die Spielzeit von 2 Stunden irgendwie zu lang sein würde. Doch Tobias Sammet sollte uns eines Besseren belehren. Mit seinem Metal-Opera Projekt AVANTASIA war der kleine Sänger aus Fulda Anfang des Jahres nochmal so richtig durchgestartet. Welttournee, Hintergrundmusik beim SAT1 Frühstücksfernsehen – was kann noch kommen? Frisch, fromm, fröhlich frei und vor allem sehnlichst von den Mengen vor der Bühne erwartet legte die Band mit dem genialen Opener des aktuellen Albums los. Gefolgt wurde „Spectres“ von „The Watchmaker’s Dream“ bevor es auf eine Reise in die Vergangenheit ging: „The Story Ain’t Over“, „The Scaregrow“, „The Wicked Symphony“, „Promised Land“, „Twisted Mind“ oder „Dying For An Angel“ reihten sich aneinander. Unterstützt wurde Sammet dabei von Michael Kiske, Bob Catley und Eric Martin, der mit akurater DAVID HASSELHOF-Gedenkfrisur punkten konnte. PRETTY MAIDS Shouter Ronnie Atkins war leider verhindert, da er bei der Anreise offenbar einen kleinen Unfall gehabt hat. Trotzdem wurde auf der Bühne richtig abgerockt und es machte Bands wie Fans sichtlich Spaß. Die Idee einer Metal Oper ist zwar nicht ganz neu und AVANTASIA würden vermutlich auch ohne dieses Konzept funktionieren, doch am heutigen Abend wurde mal wieder klar, dass Sammet mit seinen Songs und seinen Melodien den Nerv der Zeit trifft. Die zwei Stunden vergingen jedenfalls wie im Fluge. Nachdem es mit „Farewell“ und „Avantasia“ bereits in die Verlängerung gegangen war, wurde es Zeit für das abschließende „Sign of the Cross“. Leider unterbrach die Band den Song nach wenigen Takten, damit Tobias die Band vorstellen konnte. Wer dem Typen das Laberwasser verabreicht hat ist unklar, aber sicher ist, dass Sammet in endlosen Wortschleifen von einem Musiker zum nächsten schlich. Nach gefühlten 10 Minuten war dann gerade mal der Basser mit all seinen Vorzügen vorgestellt und wir entschieden uns zu gehen. Schade, denn natürlich hätte ich den Song gerne gehört. Trotzdem eine wirklich amtliche Leistung!

Das ROCKHARZ 2013 ist für mich in verschiedener Hinsicht bemerkenswert gewesen. Zum einen fand ich die beteiligten Bands sowohl in ihrer Qualität als auch in der Mischung ausgesprochen gelungen - für mich eigentlich eins der besten Line-Ups in der Geschichte des Festivals. Zum anderen war der Wettergott in Geburtstagslaune und hat den Machern zum 20. Jubiläum endlich einmal ein regenfreies Festival beschert. Zwar dachte der Werkstattmeister am Montag, als mein Auto zur Inspektion musste, ich wäre gerade die Rally Paris-Dakar gefahren, doch Staub ist allemal schöner als Schlamm. Und mit diesen Worten verabschiede ich mich bis 2014!