Black Space Riders - Amoretum Vol. 1

CD Reviews, Black Space Riders - Amoretum Vol. 1

Die Botschaft ist Liebe. Liebe als Refugium in Zeiten des abnehmenden Lichts. Der soundmäßige Weg dorthin kann allerdings nur ein düsterer und harter sein, wenn man sich die Einflüsse der Band vergegenwärtigt. Da werden unter anderem BLACK SABBATH, MOTÖRHEAD, DEEP PURPLE, PINK FLOYD oder eben auch DAVID BOWIE genannt.

Dementsprechend wechseln sich auf dem neuen Longplayer der BLACK SPACE RIDERS die härteren, rockigen Passagen im Heavy- oder Prog-Gewande mit den psychedelischeren und nachdenklicheren Partien ab. So kommt mitunter phasenweise ein richtiges quirrliges 70er-Jahre-Feeling auf, wie in 'Come And Follow', ein Track, der zudem mit seinen durch seine leidenschaftlich vorgetragenen Vocals, der hintergründig orientalisch angehauchten Melodik und schließlich durch die möglicherweise von den BEASTY BOYS inspirierten Grooves am Ende ein interessantes Eigenleben führt.

'Friends Are Falling' besticht zunächst durch seine an die sehr frühen und damals noch sehr guten U2 erinnernden Gitarrenklängen und den immer wieder einsetzenden dynamischen Mitreißfaktor. Leicht THE-POLICE-mäßig inspiriert scheint zumindest partiell 'Fire! Fire! (Death Of A Giant)' zu sein, das sich dann aber mehr als vielfältig weiterentwickelt. Hier steht Diversity im Mittelpunkt, während der Rausschmeißer 'Fellow Peacemakers' vom krachigeren Finale abgesehen um einiges ruhiger und nachdenklicher daherkommt. Der grimmige riffige Opener 'Lovely Lovelie' zeigt darüber hinaus, dass die BLACK SPACE RIDERS nicht nur songwritingtechnisch überaus vielseitig sind, sondern auch im Hinblick auf die Vocals, zumal man hinter dem Mikro bisweilen ja auch zu zweit ist.

Das hört man auch sehr schön in dem Song 'Another Sort Of Homecoming', der seine Vielseitigkeit mit jedem Hören ein bisschen mehr zu entfalten vermag. Magisch vom ersten Ton an ist das äußerst düstere 'Soul Shelter'. Hammer! Das hätte auch BILLY IDOL nicht besser singen können! Mit 'Movements' wird dann noch einmal das Spannungsfeld von loungig-atmosphärisch bis aufregend-fordernd ausgefüllt, und das alles sehr DAWID-BOWIE-like.

Fazit: Die BLACK SPACE RIDERS legen mit „Amoretum“ ein überaus ambitioniertes, ausgereiftes und tiefgründiges Opus vor, auf dem ihr leicht psychedelischer, proggiger Heavy-Space-Rock mit allerlei 70er und 80er Einflüssen eine ungeahnte Dynamik, Energie und Anziehungskraft zu entwickeln vermag und das bei jedem weiteren Durchlauf immer neue musikalische Facetten zu erkennen gibt!

Line Up

JE (VOX, Guitars)
SLI (Guitars)
SAQ (Bass)
CRIP (Drums)
SEB (VOX)

Tracklist

01. Lovely Lovelie
02. Another Sort Of Homecoming
03. Soul Shelter (Inside Of Me)
04. Movements
05. Come And Follow
06. Friends Are Falling
07. Fire! Fire! (Death Of A Giant)
08. Fellow Peacemakers