Five Finger Death Punch - A Decade of Destruction

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Pünktlich zur neuen Headliner-Tour in den großen Hallen Deutschlands und passend zu ihrem 10jährigen Bandjubiläum veröffentlichen FIVE FINGER DEATH PUNCH eine Best Of-Compilation namens "A Decade Of Destruction".

Das Album besteht aus zwei neuen Songs (wobei eins ein THE OFFSPRING-Cover ist) und vierzehn schon bekannten Songs aus den sechs Studioalben. Das erst zwei Jahre alte "Got your Six" ist dabei satte vier Mal vertreten.

Das neue Lied "Trouble" macht dann auch gleich den Anfang und bietet alle 5FDP-typischen Trademarks eines rhythmischen Midtempostampfers mit einer ordentlichen Portion Streetcredibility ("I don't look for trouble, trouble looks for me"). "Gone Away" vom OFFSPRING-Album "Ixnay on the Hombre" funktioniert dann auch als Punk-Cover im Death Punch-Gewand erstaunlich gut, beweisen doch beide Bands eine ähnliche Eingängigkeit und den richtigen Riecher für Ohrwurm-Hooks, der sie an die Spitzen der Charts katapultiert hat.

Bei "Lift me Up" haben sich die Amis dann wie auch auf dem Studioalbum Unterstützung von Ober-PRIEST Rob Halford am Gesang geholt, der sich ein Duett mit Ivan Moody liefert. Die restlichen Songs bilden dann eine gute Mischung zwischen den Hits der bisherigen Alben, wobei es nicht ganz klar wird, warum man einem Album, das gerade mal zwei Jahre alt ist, soviel Platz einräumt, vom Debütalbum aber nur ein Song vertreten ist ("The Bleeding"). Mit "House of the Rising Sun" und  "Bad Company" von der gleichnamigen Band befindet sich dann noch zwei weitere Cover auf der CD, die beide recht weit vom Original entfernt sind und durch den 5FDP-Fleischwolf gedreht wurden. Insgesamt wünscht sich der geneigte 5FDP-Enthusiast vielleicht, dass die ein oder andere Power-Ballade durch einen weiterem ordentlichen Gassenhauer (wie "Got your Six") ersetzt worden wäre.

Wer aber jetzt erst mit FIVE FINGER DEATH PUNCH warm wird, kann sich hier einen guten Einstieg verschaffen und während des Hörens darüber philosphieren, wo PANTERA heute sein könnten. Dieselbe In-die-Fresse-Attitüde hört man hier auf jeden Fall. Der eingefleischte Fan kann die Scheibe als Anheizer für die anstehende Tour mit IN FLAMES nehmen. Bei diesem Querschnitt durch das musikalische Schaffen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Setlist nicht weit von der hier gebotenen Tracklist abweichen wird.  Bleibt nur zu Hoffen, dass auch Sänger Moody durchhält und nicht wieder spontan seinen Austritt erklärt.