Furious Anger - Bloodsword

CD Reviews, Furious Anger - Bloodsword

Auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen, so habe ich nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich mit Pagan- und Wikingerbands nicht allzu viel am Hut habe. Trotz Vorwarnung bekam ich diesen Longplayer auf dem diesjährigen Party.San Metal Open Air mit der Bitte um Meinungsbildung überreicht und so will ich mich dieser auch nicht verwehren.

Auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen, so habe ich nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich mit Pagan- und Wikingerbands nicht allzu viel am Hut habe. Trotz Vorwarnung bekam ich diesen Longplayer auf dem diesjährigen Party.San Metal Open Air mit der Bitte um Meinungsbildung überreicht und so will ich mich dieser auch nicht verwehren.

 Leider können mich die Nordhessen nicht positiv überraschen, sondern bestätigen meine Befürchtungen. Eine solide melodische Todesstahl-Basis mittelmäßiger Amon Amarth plus Mittelalter-Pagan-Pseudo-Folk, dazu nordisch-mythologische Texte, dargeboten in englischer wie deutscher Sprache. Soweit so gut oder eben so klischeevoll, so vorhersehbar, so gefällig, so nervtötend, vor allem aber beliebig und austauschbar...

Ich möchte den Jungs weder Ambitionen, noch Talent und Hingabe bei diesem handwerklich anständigem, durchaus abwechslungsreichen Debut absprechen und genause finde ich nichts Verwerfliches daran, sich insbesondere sich zu Karrierebeginn eng an musikalischen Vorbildern zu orientieren. Allerdings sollte man sich dann hörbar durch Spirit und Authenzität davon abgrenzen und das schafft man während der guten Stunde Spielzeit so gut wie überhaupt nicht. Sporadisch gute Ansätze hätte man hier vermutlich besser auf einer EP konzentrieren sollen. Inwieweit diese Veröffentlichung aus dem Jahr 2014 den aktuellen Stand von FURIOUS ANGER zeigen, kann ich leider nicht beurteilen.

Pagan-Jünger mit Vorliebe für melodischen Death Metal dürfen die Hessen trotzdem gerne antesten und im besten Fall zu gnädigerem Urteil als meine Wenigkeit kommen.